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Hobby: Ahnenforschung

Wer schon mal versucht hat, näheres über seine Vorfahren zu erforschen, der weiss, dass es da so einige Tücken gibt. So weiss ich zwar, wer mein Großvater war, auch von meinem Urgroßvater weiss ich noch einiges, aber was davor war, das entzieht sich bislang meinem Zugriff.

Wenn man aber in einem Deutschland-weiten Telefonverzeichnis nach dem Namen "Busenbender" sucht, findet man knapp 50 Einträge. Nun ist meine Hoffnung, dass irgendein anderer "Busenbender" mir vielleicht weiter helfen kann.

Mein Großvater war Clemens Busenbender, geboren am 11.02.1880 in Düsseldorf, gestorben am 26.07.1961 in Hamburg, verheiratet mit Elisabeth Johanna Rave, nach deren Tod dann mit Ella Jöhnke. Kinder: Hans, Franz, Wilhelm, Karl, Paul, Ernst, Heinz.

Mein Urgroßvater war Johann Busenbender, geboren am 16.02.1833, gestorben am 01.12.1899, verheiratet mit Elisabeth Unger. Kinder: Eduard, Franz, Bernhard, Fine, Anna, Clemens.

Wer aber war mein Ur-Ur-Großvater ?


Version der möglichen Entstehung des Namens: Busenbender
Auszug aus dem Heimat-Festbuch - Kruft und seine Geschichte - zum 350 jähr. Bestehen des Gemeindewappens am 2. August 1953:
Schon in der Stiftungsurkunde von Maria-Laach aus dem Jahre 1093 wird "Crufte mit der Kirche" erwähnt. Alle Einwohner von Kruft waren Leibeigene des Klosters Maria-Laach. Die Leibeigenschaft haftete sogar den Kindern an, die nach auswärts heirateten. Auch deren Kinder waren verpflichtet, in die Leibeigenschaft zurückzukehren. Das Kloster wachte darüber, daß nicht ein fremder Grundherr eine Leibeigene aus dem Herrschaftsbereich des Klosters erwarb. Eine Urkunde berichtet davon, dass Eltern für ihre Tochter eine Kaution leisten mussten, dass sie nicht abspenstig, nämlich "abbusemendet" werde. Wenn ein Herr eine Leibeigene gewinnen wollte, geschah dies dadurch, daß er ihr ein Geldstück in den Busen steckte. Sie wurde dadurch dem bisherigen Herrn ab- und dem neuen anbusemendet. Sehr schwer war es, aus der Leibeigenschaft befreit zu werden, immerhin ist eine Urkunde über eine solche Befreiung aus dem Jahre 1610 erhalten geblieben. Selten wurde jemand aus der Leibeigenschaft entlassen.

Wenn dies doch der Fall war, erhielten diejenigen einen Freibrief und hier beginnt die mögliche Namensentstehung.
Namen entstanden ja in früherer Zeit durch Berufe oder Orte, wo man sich niederließ.
Der Freibrief wurde - am Busen - getragen, einer von Beruf Binder oder Bender = Busenbender, der freie Mann; der nach Thür zog, (ein Nachbarort von Kruft) war der mit Namen: Busenthür. In einem anderen Nachbarort entdeckte mein Mann ein altes Basalt-Kreuz, darauf stand der Name: Busenalter; es gab auch Busenjünger.

(aus mir bekannter Quelle)


Der Abt von Maria Laach (Eifel) benannte diejenigen unter seinen "Schäfchen", welche ohne Nutzungsrechte an den gemeinschaftlich bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen der Abtei waren "Bausenbender", was soviel heißen mochte, wie: "Außenstehende, Zugewanderte, Rechtlose". Jedenfalls lag es in des Abtes Mächten, solche Rechte zu verleihen oder zu verweigern. Ein Germanist könnte den Zeitpunkt jener Lautverschiebung nennen, die aus Bausen Busen entstehen ließ. Quelle: Ein in Maria Laach lebender Mönch.

(aus mir bekannter Quelle)


Als vor vielen Jahren Leute nach Mayen in der Eifel kamen, und der Mayener "Landwirtschaftlichen Nutzungs Gesellschaft" nicht angehörten, nannte man sie auf Mayener Platt "die von Buten", daraus wurde Busenbender, vermutlich weil sie als Kennzeichen ein Band an dem Busen tragen mussten.

(aus mir bekannter Quelle)

Impressum Letzte Änderung: 09-Mai-2009